
Das Kapellchen
Etwas ganz Außergewöhnliches konnte Vorsitzender Heinz Berger in der Versammlung vom 10. November 1985
bekannt geben. Wir sind seit neuestem Grundstückseigentümer. Das Königskapellchen ist in den
Besitz der Schützengesellschaft Kaldenkirchen-Bruch übergegangen, heißt es im Protokoll.
Wenig später am 18.03.1986 wurde dies notariell beurkundet. "Treuhänder" war Protektor
Walter Stiels, der sich auch insoweit ein weiteres Mal als generös erwies. Und angesichts der künftigen
Bedeutung des Kapellchens für die Schützen sei etwas ausführlicher das Versammlungsprotokoll vom
18. November 1986 zitiert:
Kurz vor der Vollendung sieht man bereits, daß es ein wahres Schmuckstück wird. Maßgeblich
dazu beigetragen haben viele. Unser Protektor Walter Stiels hat mit Energie und erheblicher finanzieller
Unterstützung den Bau des Kapellchens vorangetrieben. Willi und Hans-Gerd Straten stellten bereitwillig ein
größeres Grundstück zur Verfügung. Johannes Beyen, Hans Oehlen, Wilfried Leven,
Schützen und Nachbarn, die sich tatkräftig und uneigennützig eingesetzt haben, ihnen allen
gehört unser Dank. Aus familiären Gründen - die Brüder Willi und Johannes fielen im
2. Weltkrieg - möchte Hermann Deutges die Außenanlage mit einem großen Naturstein mit Kreuz
verschönern, auf dem wir dann die Schrift anbringen wollen: 'Unseren Toten zum Gedenken'. Das Vorhaben von
Hermann Deutges erhielt den uneingeschränkten Beifall der Gesellschaft. Unserem Wunsch, zukünftig
unsere Kranzniederlegung, ob mit oder ohne ökomenischen Gottesdienst, am Königskapellchen abzuhalten,
steht nichts mehr im Wege. Auf jeden Fall soll beim nächsten Schützenfest - gleich wer den Vogel
schießt - die so herrlich restaurierte Madonna eingebracht und mit dem Kapellchen eingeweiht bzw.
eingesegnet werden. Vorher ist aber noch einiges zu tun. Für Samstag, den 22.11.1986, werden noch freiwillige
Fachleute unter der Regie von Heinz Sybers für das Bepflanzen der Anlage gesucht. Sobald alles fertiggestellt
ist, übernimmt Margarete Gotzen die Pflege der Anlage. Heinz Berger brachte zum Ausdruck, daß wir alle
stolz sein dürfen, so ein Kleinod unser eigen zu nennen.